HPVN Kaufbeuren-Ostallgäu

Herzlich Willkommen

HPVN Kaufbeuren-Ostallgäu

Präambel

Die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen stellt hohe Anforderungen an das Gesundheitssystem und erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure. Ziel der palliativen Betreuung ist es, eine qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten, die nicht nur die medizinische und pflegerische Behandlung umfasst, sondern auch die Unterstützung, Orientierung und Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt. Dabei stehen die Erhaltung von Autonomie und Würde sowie die Möglichkeit eines individuellen Lebens und Sterbens in der gewünschten Umgebung im Fokus.

Das Palliativnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu besteht seit 2008 und verbindet die Stadt Kaufbeuren sowie den Landkreis Ostallgäu. Es hat sich als regionale Plattform etabliert, in der sich verschiedene Einrichtungen, Institutionen und ehrenamtlich Engagierte gemeinsam für eine bedarfsgerechte und nachhaltige Palliativversorgung einsetzen. Durch die gewachsene Netzwerkstruktur konnte eine enge Kooperation zwischen medizinischen, pflegerischen und psychosozialen Versorgungsangeboten geschaffen werden, die den Bedürfnissen der Bevölkerung vor Ort entspricht.

Angesichts des demografischen Wandels und neuer Herausforderungen in der Palliativversorgung – wie der steigenden Lebenserwartung, der Zunahme von Erkrankungen wie Demenz sowie der Diversität der Bevölkerung – sieht das Netzwerk die Notwendigkeit, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die dynamische Anpassung der Versorgungsstrukturen ist essenziell, um auch zukünftig eine hochwertige und ganzheitliche Betreuung schwerstkranker Menschen zu gewährleisten.

Das Palliativnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu setzt sich im Sinne der Förderrichtlinie nach §39d Absatz 3 SGB V dafür ein, die Zusammenarbeit aller Akteure zu stärken, bestehende Angebote zu vernetzen und bedarfsgerechte Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Palliativversorgung in der Region zu initiieren.

Aktuelles

Palliativnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu erhält geförderte Netzwerkkoordinatorinnenstelle

Seit dem 1. Januar 2025 wird das Palliativnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu durch eine geförderte Netzwerkkoordinatorinnenstelle gemäß § 39d Abs. 3 SGB V unterstützt. Diese wichtige Position wurde mit der Palliativ-Care-Fachkraft Sonja Hujo besetzt, die sich für die Stärkung und Weiterentwicklung der palliativen Versorgungsstrukturen in der Region engagiert.

Ziele des Palliativnetzwerks Kaufbeuren-Ostallgäu

Das Palliativnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu verfolgt die folgenden Ziele:

Netzwerkpartner und Netzwerkgäste

Das Palliativnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu setzt auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der verschiedenen Netzwerkpartner, um die Qualität und Reichweite der hospizlichen und palliativen Versorgung in der Stadt Kaufbeuren und im Landkreis Ostallgäu zu stärken. Die aktuellen Netzwerkpartner haben dazu einen Kooperationsvertrag miteinander abgeschlossen, der das gemeinsame Engagement für die Weiterentwicklung der hospizlichen und palliativen Versorgung in der Region unterstreicht. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, Versorgungswege zu optimieren und die Bedarfe der Betroffenen bestmöglich zu decken.

Zu den aktuellen Vertretern zählt ein starkes Netzwerk aus 18 engagierten Partnern, die gemeinsam eine umfassende Unterstützung gewährleisten.

Die Unterzeichnung der Kooperationsverträge durch diese Partner zeigt das gemeinsame Ziel, die palliative und hospizliche Versorgung in der Region kontinuierlich zu verbessern.

Darüber hinaus haben interessierte Institutionen und Einrichtungen die Möglichkeit, VertreterInnen als Netzwerkgäste in das Netzwerk zu entsenden, um die Zusammenarbeit weiter zu stärken und den Austausch über verschiedene Perspektiven und Fachrichtungen hinweg zu fördern.

Um die Netzwerkarbeit kontinuierlich zu erweitern und zu verbessern, werden auch in Zukunft Kooperationsvereinbarungen mit neuen Netzwerkpartnern geschlossen.

Termine und Fortbildungen

Das Palliativnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu trifft sich regelmäßig viermal im Jahr, um die Zusammenarbeit der Partner zu fördern, aktuelle Themen zu besprechen und die Weiterentwicklung der hospizlichen und palliativen Versorgung in der Region voranzutreiben. Diese Treffen bieten eine wertvolle Gelegenheit für den Austausch und die Planung gemeinsamer Projekte, um sicherzustellen, dass die Versorgung der Betroffenen stetig verbessert wird.

Das Netzwerk ist offen für neue Netzwerkpartner aus der Palliativversorgung, die mit ihrem Engagement und Fachwissen zur Weiterentwicklung der hospizlichen und palliativen Versorgung in der Region beitragen möchten. Wir laden alle interessierten Institutionen und Fachkräfte herzlich ein, Teil unseres Netzwerks zu werden und gemeinsam mit uns die Versorgung für schwerstkranke Menschen weiter zu verbessern.

Fortbildungsplan 2025

Für das Jahr 2025 bietet das Netzwerk eine Reihe an Fortbildungen an, die Fachkräfte in der Palliativversorgung sowie alle Interessierten ansprechen. Die folgenden Termine sind für 2025 vorgesehen:

  1. Mittwoch, 02.04.2025 von 15:00-16:30 Uhr
    Thema: “Mitfühlen, ohne zu zerbrechen: Strategien für Selbstfürsorge im Umgang mit Palliativpatienten”
    Referentin: Silvia Mader, Diplom-Sozialpädagogin, Traumaberaterin, Trauerbegleiterin
    Zielgruppe: Fachkräfte in der Palliativversorgung
    Ort: St. Peter und Paul, im Pfarrsaal, Barbarossastr. 23, 87600 Kaufbeuren
  2. Mittwoch, 07.05.2025 von 15:00-17:00 Uhr
    Thema: “Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Ehegattenvertretungsgesetz”
    Referent: Chefarzt Dr. Hartmann, Leiter der Palliativstation in Kaufbeuren
    Zielgruppe: Für alle, die mehr wissen möchten
    Ort: Kolpinghaus, Kolpingstraße 6, 86807 Buchloe
  3. Donnerstag, 26.06.2025 von 15:00-17:00 Uhr
    Thema: “Ganzheitliche Palliativpflege: Strategien zur Symptomkontrolle bei Mundpflege, Übelkeit und Co.”
    Referentin: Claudia Lerchenmüller, Palliativ-Care-Fachkraft im stationären Hospiz in Kempten, Trauerbegleiterin
    Zielgruppe: Fachkräfte in der Palliativversorgung
    Ort: Klinikum Kaufbeuren, Raum Forggensee, Dr.-Gutermann-Straße 2, 87600 Kaufbeuren
  4. Montag, 22.09.2025 von 15:00-17:00 Uhr
    Thema: “Der nervige Patient: Bindungsmuster in der Patientenversorgung”
    Referentin: Frau Dr. med Susanne Roller aus München, Mitverfasserin des Palliativleitfadens
    Zielgruppe: Fachkräfte in der Palliativversorgung
    Ort: Alten- und Pflegeheim der Hospitalstiftung, Gartenweg 9, 87600 Kaufbeuren
  5. Mittwoch, 05.11.2025 von 15:00-17:00 Uhr
    Thema: “Leben mit einer tödlichen Diagnose – Das Palliativnetzwerk klärt über Unterstützungsmöglichkeiten im Versorgungsnetz auf”
    Referent/in: Netzwerkpartner
    Zielgruppe: Für alle, die mehr wissen möchten
    Ort: Landratsamt Ostallgäu, Schwabenstraße 11, 87616 Marktoberdorf

Wir freuen uns auf die Teilnahme an den Fortbildungen und darauf, neue Partner im Netzwerk begrüßen zu dürfen, um gemeinsam die Versorgung in der Region weiter zu verbessern.

Förderung, Finanzierung und Spenden

Seit dem 1. Januar 2025 wird das Palliativnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu durch den GKV (gesetzliche Krankenversicherung) -Spitzenverband im Rahmen der Förderung der Koordination von Hospiz- und Palliativnetzwerken gemäß § 39d Abs. 3 SGB V unterstützt. Diese Förderung ermöglicht die Finanzierung unserer Netzwerkkoordinationsstelle und wird durch die Krankenkassen, die Stadt Kaufbeuren und den Landkreis Ostallgäu getragen. Damit wir eine qualitativ hochwertige Vernetzung, Informationsarbeit und Unterstützung für schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen leisten können, sind wir darüber hinaus auf Spenden angewiesen, um wichtige Aspekte unserer Arbeit – wie die Finanzierung von Referenten, Räumlichkeiten oder Veranstaltungen – abdecken zu können.

Jede Unterstützung – egal in welcher Höhe – hilft uns, das Netzwerk weiter auszubauen, Fortbildungen anzubieten und die hospizliche und palliative Versorgung in der Region zu stärken.

Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.

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