HPVN Südfranken Landkreis Roth

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HPVN Südfranken Landkreis Roth

Entstehung und Konzept

Am 01. September 2015 erfolgte die Vertragsunterzeichnung zur

Gründung des HPVN – Hospiz- und Palliativnetzwerk Südfranken – durch die Kooperationspartner:

Das HPVN Südfranken ist ein Instrument partnerschaftlicher Zusammenarbeit aller an der Versorgung von Menschen in der letzten Lebensphase Beteiligten Institutionen in der Region. Es liefert einen Beitrag zur Weiterentwicklung einer bedarfsgerechten Versorgungsstruktur für schwerstkranke und sterbende Menschen.

Im HPVN Südfranken arbeiten Ehrenamtliche und verschiedene Berufsgruppen in einem integrativen Ansatz zusammen. Der regelmäßige Austausch auf Augenhöhe unter Einbezug von Betroffenen hat eine realistische Einschätzung der Versorgungssituation im regionalen Kontext ermöglicht, aus dem folgende Zielstellungen abgeleitet werden konnten:

Der HPVN Südfranken wird zum 01.01.2025 in die Strukturen des HPVN Südfranken (Kooperationsnetzwerk Landkreis Roth) und den HPVN Altmühlfranken (für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) überführt.

Aktuell baut der HPVN Südfranken – Kooperationsnetzwerk Landkreis Roth seine Kooperationen sektorenbezogen aus und fokussiert zur Zeit die Begleitung schwerstkranker Menschen in den stationären Pflegeeinrichtungen. Hier werden derzeit gemeinsam Strukturen und Angebote ausgebaut.

Grundlagen

Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland formuliert in ihrem zweiten Leitsatz unmissverständlich das Recht jedes schwerstkranken und sterbenden Menschen auf eine “umfassende medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Betreuung und Begleitung, die seiner individuellen Lebenssituation und seinem hospizlich- palliativen Versorgungsbedarf Rechnung trägt.” Ausgangspunkt für die Gestaltung von Hilfen für schwerkranke und sterbende Menschen sind deren Wünsche und Bedürfnisse.

Als Hauptaufgabe in der Versorgung von Schwerstkranken und Sterbenden werden die Linderung von Leid und die Schaffung von Lebensqualität bezeichnet. Sterben jedoch bedeutet den Verlust der physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Unversehrtheit und führt zur Abhängigkeit Sterbender von Dritten. Das heißt: Auch die Fähigkeit, die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, ist im Sterbeprozess – oft durch schwere Krankheiten – beeinträchtigt. Es wird also zur Aufgabe der Versorgungsstrukturen, die Bedürfnisse der Betroffenen bestmöglich zu erfüllen.

Die Grundlage unseres Handelns leitet sich aus den Bedürfnissen der Betroffenen ab. Diese haben wir in zwei PDF-Dateien zusammengestellt, die Sie hier herunterladen können:

Ziele

Der demographische Wandel stellt Kommunen und Landkreise im Gesundheitswesen vor neue Herausforderungen. Die familiären und gesellschaftlichen Strukturen unterliegen stetigen Veränderungen und diese verlangen nach einer Antwort. Mit der Gründung des HPVN Südfranken – Kooperationsnetzwerk Landkreis Roth wollen sowohl die politische Ebene als auch die Hospizbewegung in unserer Region auf diese Herausforderung reagieren und gemeinsam eine praktikable und menschenwürdige Antwort finden.

Mit der Gründung des HPVN Südfranken – Kooperationsnetzwerk Landkreis Roth bauen die Kooperationspartner ein Netzwerk auf, das durch regionale Zusammenarbeit die aufgezeigten Probleme der demographischen Entwicklung am besten löst und den schwerkranken und sterbenden Menschen der Region und ihren Angehörigen, die bestmögliche Hilfe bei schwerer Krankheit und einem menschenwürdigen Sterben gewährt.

Dabei liegt der Fokus des HPVN Südfranken – Kooperationsnetzwerk Landkreis Roth besonders auf der Begleitung schwerkranker Menschen in Ihrer eigenen Häuslichkeit und in den Pflegeheimen. Gerade die Pflegeheime leisten einen besonderen Beitrag bei der Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen.

Der Hospizverein Landkreis Roth verfügt über einen sehr gut funktionierenden Hospizbegleiterkreis mit ausgebildeten Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleitern.

Die SAPV Südfranken erbringt einen wertvollen Beitrag, dass Betroffene sowohl zu Hause als auch in den stationären Einrichtungen in unserem Landkreis eine adäquate medizinische Versorgung und individuelle Schmerztherapie erhalten. Auf dieser Grundlage werden wir in den kommenden Jahren ein Netzwerk schaffen, das schwerkranken Menschen und ihren Angehörigen Sicherheit bietet in einer schweren Lebensphase. Dies geschieht unter anderem durch das Engagement ehrenamtlicher Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter und durch das Zusammenwirken verschiedener Berufsgruppen.

Im eigenen Zuhause/Pflegeheim schmerzfrei und friedlich sterben zu können, ist ein vielfach geäußerter Wunsch. Die Kooperationspartner wollen durch vernetzte landkreisübergreifende Strukturen eine gut funktionierende Allgemeine ambulante Palliativ-Versorgung (AAPV) aufbauen und mit Unterstützung der Spezialisierten Ambulanten Palliativ-Versorgung (SAPV) und des Hospizvereins die Erfüllung dieses Wunsches sicherstellen.

SAPV

Den Einwohnern der beiden Landkreise Roth und Weißenburg-Gunzenhausen steht seit Anfang 2018 auch die Möglichkeit einer spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) zur Verfügung.

SAPV kann dann in Frage kommen, wenn in einer weit fortgeschrittenen, nicht-heilbaren Krankheitssituation schwierig zu beherrschende Symptome eine besonders aufwändige Versorgung erfordern. Eine Verordnung – in der Regel durch den Hausarzt – ist erforderlich.

Alle wichtigen Informationen hierzu und über das SAPV-Team Südfranken finden Sie auf der eigenen Homepage

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